Modern Warfare 2: Story und Sinn? No way!
Ich hab ja schon des öfteren Diskussionen angefangen, dass ich die Logik hinter der Story von “Call of Duty: Modern Warfare 2″ nicht kapiere. Auch wenn ich das Spiel zu diesem Zeitpunkt nur, sagen wir mal, ‘ne gute Stunde gespielt habe, haben ich den Sinn hinter den Aktionen der Hauptcharaktere nicht verstanden. Dann kamen Antworten wie: “Spiel mal zu Ende, wird alles noch aufgelöst”. Zudem habe ich das Spiel in 6 Stunden durchgespielt und ich bin nicht wirklich ein Zocker.
Von wegen! Aufgelöst zum Teil vielleicht, aber ob eine Logik dahinter steht wage ich ganz arg zu bezweifeln. Doch erstmal ganz grob zur Story von Modern Warfare 2 (wer die Story nicht verraten haben möchte, sollte jetzt wegschauen):
Man wird als CIA Undercover Agent bei einem russischen Terroristen eingeschleust, der anscheinend keiner Flagge oder Ideologie angehört, er mordet für Cash. Soweit, so gut. Die Mission startet mit den Worten “No russian”, wir sollen also kein russisch reden. Die Terroristen schreiten mit schwerem Kaliber aus der Toilette eines Flughafens in Moskau und fangen an, alles was sich bewegt niederzuschießen. Ein wahres Massaker, welches in den Medien bereits vor Veröffentlichung des Spiels heiße Diskussionen um das Spiel ausgelöst hat.
Naja, man marschiert mit einer kleinen Terroristengruppe also durch den Flughafen, metzelt Zivilisten ab und nimmt es gleichzeitig mit einer Horde von Spezialeinheiten auf, alles mal so ganz locker. Ganz locker erschießt Oberhäuptling Makarov auch die Spielfigur ab. Der Sinn dahinter ist folgender: Die Russen sollen einen Krieg mit den USA anfangen, da ja ein Amerikaner in dieses Massaker involviert war bzw. es von den Amerikanern initiiert wurde. Welche Nation fängt denn den 3. Weltkrieg an wegen so ‘ner Sache? Aber mal ehrlich, ich würde es als Präsident nicht riskieren, nicht aus der einzigen Beweislage, dass da ein toter Amerikaner liegt, der was damit zu tun hatte.
Aber nun weiter im Kontext: Die Russen marschieren mal ganz locker in die USA, überfallen Washington innerhalb von 5!!! Tagen und besetzen das Weiße Haus. Wow, eins muss man den Russen lassen: Flott sind sie. Die Spezialeinheit Taskforce 141 versucht inzwischen Makarov zu schnappen. Fällt in Russland ein, schalten mittels EMP (Elektromagnetischer Impuls) einer im Orbit über Washington explodierenden Nuklearrakete aus einem russischen U-Boot alle Jets und Helikopter aus, somit haben die Amis nicht mehr die Russen aus der Luft im Nacken.
Weiter geht‘s mit der englischen Spezialeinheit zu Makorovs Geheimversteck in Russland, wo man alle Daten aus dem Rechner des Terroristen zieht, mit duzenden Russen im Schlepptau abhaut und letztendlich von dem amerikanischen Captain Shepard, den man teilweise von den Briefings kennt, “gerettet” zu werden. Dieser nimmt jedoch die Daten an sich und erschießt beide englischen Mitglieder der Taskforce. Auch hier stellt sich wieder die Frage, was für ein Sinn dahinter steckt.
Nun ja, Shepard hat einen verraten, seine ganze Crew in Form der Shadow Company steht natürlich hinter ihm. Anbei sollte ich auch erwähnen, dass das nun keine kleine Kompanie ist. Also alle stehen hinter ihm und befürworten seine Aktion und befolgen weiterhin seine Befehle. Auch hier versucht Infinity Ward einem wieder weiß zu machen, dass hierbei eine Logik dahintersteht? Shepard macht den ganzen Hick Hack, damit er als Kriegsheld dastehen kann? Wer hat den Kerl denn aus dem Irrenhaus entlassen? Seine Company scheint ja auch daher entflohen zu sein, so blind wie sie ihm folgen.
Der andere Teil ist währenddessen in Afghanistan, warum zum Henker auch immer und wollen nun den, nun auch dort stationierten, Shepard erledigen. Alles endet mit einer rasanten, gut inszenierten Verfolgungsjagd und dem letztendlichen Tod des Bösewichts. Jedoch fragt man sich am ende, wo war hier die Logik und der Sinn. Man hat anscheinend versucht die verschiedenen Levels einfach irgendwie zu verbinden, ob da nun eine Logik hinter steht, ist erstmal egal.
Fassen wir also mal zusammen: Die Russen starten wegen eines Massakers in ihrem Land, in dem ein amerikanischer Undercover Agent beteiligt war, den 3. Weltkrieg an, verrückte amerikanische Captains wollen als Kriegsheld dastehen, sind deshalb wohlmöglich auch in die Sache involviert und wirkliche Hintergründe, bleiben im Verborgenen, braucht ja auch keiner zu wissen, ist ja ein Shooter, da brauch man ja keine Story. Speist man also die Spieler einfach mit Action ab, vielleicht merken die das mit der Logik ja nicht.
Eins muss man dem Spiel jedoch lassen, die Inszenierung ist, wie eigentlich fast allen Call of Duty Teilen, mal wieder gelungen. Genauso wie Effekte und Atmosphäre. Hier konnte Infinity Ward ja schon immer punkten. Die Story ist jedoch um einiges schlechter als die im ersten Teil. Auch kann ich die angebliche Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Modern Warfare Teil nicht ganz komplett sehen.
Wenn man Modern Warfare also beschreiben möchte, kann man das am besten mit einem Vergleich mit Action Kino á la Transformers. Viel Action, viele Effekte, wenig Story. Das finde ich grade schade, denn aus Call of Duty hätte man ein gutes Anti-Kriegsspiel machen können, der einem die schrecklichen Szenen des Krieges vor Augen führt, wie in Filmen wie Platoon z.B. So bleibt es jedoch nur ein guter, aber nicht überragender Shooter, der bei mir im normalen Schwierigkeitsgrad nach nur 6 Stunden durchgespielt war, sehr mager. Jedoch kann der Multiplayer überzeugen, der sehr viel Spaß macht.
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Yay, ist ein bisschen lang geworden, der Text. ^^
Musste aber sein, da ich es nicht verstehe, wie man eine Story mit so wenig Logik entwickeln kann. Dabei könnte man aus dem Spiel soviel rausholen, wenn noch die Story stimmen würde und nicht so ein Hick hack wäre. Vor allem ändert man alle Nase lang die Spielfigur, da die alte entweder getötet wurde oder man an zwei Fronten kämpft, somit bekommt man keine richtige Bezugsperson.
ganz deiner meinung
Und es ist nach wie vor kein Rollenspiel xD Modern Warfare lebt wie jeder andere Call Of Duty-Titel von der Action und dem Multiplayer-Modus.
aber die Diskussion fang ich jetzt nicht schon wieder an xD
Das heißt ja nicht, dass man es anders machen kann
Wenn man schon eine Story reinmachen will (davor gabs die ja nicht, dann wars auch in Ordnung), dann eine gute. Kann man echt viel draus machen.
Muss ja nicht direkt ein Rollenspiel sein, nur weils Story hat. Halflife hat auch Story und ist ein Shooter. Das hat ja nix damit zu tun
.
Aber naja egal. Sonnst diskutieren wir hier ewig über nen doofen Shooter
Genau ^^ warten wir lieber, bis Final Fantasy 13 rausgekommen ist. Dann gibts Diskussionsstoff ohne Ende
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