…don’t need no girlfriend, got an app for that.

11,55 – 6,21 – 1, 23.
Nicht unbedingt die Maße, die man sich an seiner Freundin wünscht, wenn man nicht gerade von einer Liebesbeziehung mit einer Sailor-Moon- Actionfigur träumt. Und dennoch sind diese einen überaus dynamischen und vom Laufe der Zeit unberührten Körper beschreibenden Zahlen der Schrecken eines jeden Mädchens, dessen Gehirn keine 32 GB umfasst. Was ich hier beschreibe, ist selbstverständlich nicht der fleischgewordene Traum eines jeden Mannes – denn Fleisch hat so ein iphone bekanntermaßen keines.
Aber mal ehrlich – who cares? Internet, Kamera und Handy in einem… mit seiner Freundin kann man keine Fotos schießen oder im Internet surfen und wenn man sie sich ans Ohr hält, hört man höchstens einen Monolog über den letzten modischen Fehltritt der Nachbarin anstatt des mechanischen Tutens, dass andeutet, das irgendwo anders auf der weiten, weiten Welt ein Telefon klingelt.
90.000 Apps, die man kaufen oder kostenlos installieren kann… keine Frau ist so facettenreich. Und wenn man dann noch bedenkt, dass es diese Apps in jeder nur denkbaren Ausführung gibt, als Spiel, dessen einziger Inhalt das Springen über diverse Abgründe zwischen Hochhäusern ist, als Tier, dass den Betrachter nachahmt, als Buch oder gar als ein Programm, dass kleinen Kindern das Lesen beibringen kann, dann wird einem als langweiliges, im Vergleich so funktionsloses weibliches Wesen schnell bewusst, dass man in der eigenen Beziehung plötzlich das dritte Rad am Wagen ist.
Man beschwert sich über die hohe Scheidungsrate und doch wird ein Gerät vermarktet, dass nicht zu viel redet, nicht widerspricht, sich nie über das eigene Aussehen beschwert, so ziemlich alles mit sich machen lässt und sogar visuell noch ‘ne Menge hermacht. Isn’t it ironic?
Und wer jetzt glaubt, dass ich maßlos übertreibe und dass dies lediglich den Zweck verfolgt, mich selbst zutiefst zu bemitleiden… nun ja, vermutlich hat derjenige damit recht. Und doch komme ich nicht umhin zu denken, dass man sich als Frau glücklich schätzen sollte, dass dieser Miniaturmetallkasten, der vom anderen Geschlecht so verehrt wird, nicht kochen, nicht putzen und nicht aufräumen kann.
Denn während mein Freund mich gerne mal beim Namen seiner Affäre, Ex-Freundin oder Mutter nennt, ist der Name seines iphones auf immer verewigt, in Baumrinden geritzt und in Stein gemeißelt. Nun ja, vielleicht entspricht dies nicht ganz der Wahrheit, aber man wird ja doch wohl noch ein winzig kleines bisschen übertreiben dürfen…
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eure lauli
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ich gelobe Besserung!
Sehs positiv Laura! Sobald es ein App gibt das Sabbern, Leute runtermachen und Mist erzählen kann kannst du Rene auch einfach ersetzen